• Sandra

Two Women, One Dream: How Café Wagoon Was Created

Aktualisiert: Jan 8

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In this post I would like to introduce two friendly and courageous women: Sevim and Mine. These two amazing women have been running a coffeeshop named Café Wagoon in Winterfeldtstraße, in Berlin, Schöneberg, for the past two-and-a-half years. When passing by, you (almost) always see Sevim and Mine standing in the kitchen, either cooking, baking or preparing food. They make almost everything themselves: from various cakes and cookies to oriental specialties, lunch dishes and breakfasts. They run their coffeeshop with so much heart and love that there is always something going on there. They even managed to keep it running during Corona, which is no small feat. So how was the coffeeshop Café Wagoon created and how do Sevim and Mine manage to make a living out of their passion? Read on, to learn more about their beautiful and inspiring story.


Breafast at Café Wagoon


Sevim and Mine are two Kurdish women from Turkey who moved to Berlin over 30 years ago. Although Mine went to school with Sevim's sister, they only met after having both moved to Berlin, and have been friends ever since. Professionally, they had been going their own way for a long time and did many different things. Sevim worked, among other things, as a saleswoman in the fashion industry for years, while Mine was employed in a bakery. Privately, the two friends have a lot in common: each of them has their own family with two (now grown-up) children, and they speak Kurdish, Turkish, German and a little bit of English. But in my opinion, what makes their relationship so special is their shared love for good food and their passion for bringing people together. I notice it every time I pass by or sit at the Café Wagoon: Sevim and Mine manage to create a warm, relaxed and loving atmosphere. They have their (many) regular customers, they thrill the tourists who go there for a coffee or breakfast, and their kindness attracts children and families from all over the neighborhood.


It took years until the two friends made their dream come true. Sevim and Mine raised their children and at some point, talked about opening a coffeeshop. Six years ago, it became more concrete. Their desire to create their own style of cafe and work independently became stronger and stronger. And so, with the support of their family, they searched for a location. After about a year, they found a place to rent in the Winterfeldtstrasse 48. Anyone who knows Berlin can tell you how difficult it is to find an affordable apartment or business space in good condition, but they did it! You can probably imagine the rest of the story: the space turned into a nice and well-attended coffeeshop, which Sevim and Mine are passionate about. They are also working to expand their offerings into the catering sector.


Where did they find the courage to start such an adventure? Both friends agree: You should try to make your dream come true at least once in a lifetime! It's a lot of work but if you go step by step, the way children do, a lot is possible. Even if you are extremely busy and even if it can sometimes be exhausted, it is definitely worth it!


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Zwei Frauen, ein Traum: Wie das Café Wagoon entstanden ist.

In diesem Post möchte ich zwei herzliche und mutige Frauen vorstellen: Sevim und Mine. Seit zweieinhalb Jahren betreiben diese beiden tollen Frauen das Café Wagoon in der Winterfeldtstraße in Berlin Schöneberg. Man sieht beim Vorbeigehen, dass Sevim und Mine (fast) immer in der Küche stehen und, bis auf wenige der feilgebotenen Köstlichkeiten, alles selber kochen und zubereiten: von den verschiedenen Kuchen und Keksen bis zu orientalischen Spezialitäten, Frühstücks- und Mittagsgerichten. Sie machen es mit so viel Herz und Liebe, dass dort eigentlich immer etwas los ist. Auch in der Corona-Zeit haben sie es geschafft, das Café am Laufen zu halten. Wie das Café Wagoon zustande kam und wie Sevim und Mine es schaffen, von ihrer Leidenschaft zu leben, erfahrt ihr in dieser schönen und inspirierenden Geschichte.

Sevim und Mine sind zwei Kurdinnen aus der Türkei und sind vor über 30 Jahren nach Berlin gezogen. Obwohl Mine zusammen mit Sevims Schwester zur Schule ging, haben sich die beide erst in Berlin kennengelernt und sind seitdem befreundet. Beruflich sind sie lange ihre eigenen Wege gegangen und haben viele verschiedenen Sachen gemacht. Sevim war u.a. jahrelang Verkäuferin in der Modebranche, während Mine Angestellte in einer Bäckerei war. Privat haben die zwei Freundinnen vieles gemeinsam: beide haben eine eigene Familie mit zwei (mittlerweile erwachsenen) Kindern, sie sprechen kurdisch, türkisch, deutsch und auch ein kleines bisschen Englisch. Was sie, meiner Meinung nach, aber noch viel mehr verbindet, ist ihre große Liebe für gutes Essen aber auch dafür, Leute zusammenzubringen. Das merke ich jedes Mal, wenn ich selber in ihrem Café sitze oder daran vorbeigehe: Sevim und Mine gelingt es, eine herzliche, lockere und liebevolle Atmosphäre zu schaffen. Sie haben (gerade auch deshalb) etliche Stammkunden, sie begeistern die Touristen, die mal für einen Kaffee oder ein Frühstück hergehen und ziehen die Kinder und Familien des Kiezes mit ihrer liebevollen Art an.


Es hat Jahre gedauert, bis die beiden Freundinnen ihren Traum verwirklicht haben. Sevim und Mine haben ihre Kinder großgezogen und irgendwann über ein eigenes Café gesprochen. Vor sechs Jahren wurde es konkreter. Ihr Wunsch, ein Café zu betreiben und selbstständig zu arbeiten, wurde immer stärker. Und so, mit Unterstützung ihrer Familien, haben sie ein Jahr lang nach einem passenden Lokal gesucht und dieses in der Winterfeldtstraße 48 gefunden. Wer Berlin kennt, weiß, wie schwierig es ist, eine bezahlbare Wohnung oder Geschäftsfläche in gutem Zustand zu finden. Den Rest der Geschichte könnt ihr euch bestimmt vorstellen: aus dem Lokal wurde ein nettes und gut besuchtes Café, was Sevim und Mine mit viel Leidenschaft betreiben. Dazu entwickeln sie ihre Aktivitäten im Bereich Catering.


Woher haben sie den Mut gefunden, so ein Abenteuer zu starten? Die beide Freundinnen sind sich einig: man sollte schon einmal im Leben versuchen, den eigenen Traum zu verwirklichen! Es ist zwar viel Arbeit, aber wenn man es Schritt für Schritt, genauso wie bei Kindern, angeht, ist vieles möglich. Auch wenn es viel Arbeit ist und es mal anstrengend sein kann, ist es das auf jeden Fall wert!



Café Wagoon Winterfeldtstraße 48 10781 Berlin