• Sandra

Der Ruf der Kreativität, mit Céline

Ich habe Céline kennengelernt, als wir beide an einer Workshopsreihe teilgenommen haben. Ich war fasziniert von ihrer Kreativität und ihrer Fähigkeit, mehrere Projekte gleichzeitig zu führen. Ich verstand sofort, dass die Kunst in ihrem Leben von großer Bedeutung ist. Später verstand ich, dass diese Kreativität verschiedene Rollen einnimmt. Ich empfand sie als eine Art Meditation, als eine Art, sich auszudrücken, zu arbeiten und vielleicht auch zu leben. Ich wollte also mehr darüber erfahren und freue mich, dass Céline sich die Zeit genommen hat, ihren Weg mit uns zu teilen und vielleicht auch eine Inspirationsquelle für einige von uns zu sein.


Ein Werk von Céline


Sandra: Kannst du uns kurz beschreiben, was du beruflich machst?

Céline: Ich bin Kulturvermittlerin und Projektleiterin in einem archäologischen Museum. Sschon mit 13 wollte ich immer in einem Museum arbeiten. Als ich in in der 7. Klasse war, fuhren wir mit meiner Spanischlehrerin und meinen Klassenkameraden nach Paris, um das Picasso-Museum zu besuchen. Ich erinnere mich, dass ich von diesem Ort buchstäblich verzaubert war, und so wurde es mir klar: ich würde inmitten von Kunstwerken und Zeugen der Vergangenheit arbeiten, an einem stillen, fast zeitlosen Ort mit einem knarrenden und nach Wachs riechenden Boden. Nun, das Museum, in dem ich arbeite, hat zufällig einen gewachsten Betonboden...


In meiner täglichen Arbeit habe ich die Möglichkeit usw., Künstlerresidenzen und verschiedene zeitgenössische Kunstprojekte zu betreuen, für die bestmögliche Aufnahme von Menschen mit Behinderungen zu sorgen, kulturelle Veranstaltungen zu organisieren. Ich lerne viele kulturelle Akteure kennen und bin immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, meine Arbeit zu verbessern. Ich treffe mich mit vielen Kulturschaffenden, Künstlern und Menschen, die sich für Kunst und Kultur begeistern. Für mich ist es das, was wir Leidenschaft für den eigenen Job nennen.


S.: Du bist ein sehr kreativer Mensch, der sich seiner Leidenschaft widmet. Kannst du uns mehr darüber erzählen?

C.: Ja, es ist auch wichtig für mich, mir die Zeit zu nehmen, die Poesie des Alltags zu betrachten und sie auf verschiedene Weise auszudrücken: mit dem Pinsel, dem Bleistift oder dem Meißel. Ich bearbeite gerne ein Muster (bis zur Erschöpfung) von Themen, die meist sehr intim sind. Meine Werken drehen sich hauptsächlich um Themen wie Selbstporträts, zärtliche Gesten, den gemütlichen Raum der Küche (Tee- oder Kaffeezeit) und die Familie. Jede meiner Produktionen ist mit einer persönlichen Geschichte verbunden, die nur ich kenne. Und dann führt mich jede Technik, sei es Zeichnung, Collage, Cyanotypie, Tiefdruck oder Stichtiefdruck, auf unterschiedlichen Wegen zu Variationen. Ich mache viele Serien, und ich habe Formen und Motive, die in meiner Arbeit immer wieder auftauchen.

S.: Du sagtest, du möchtest dich nicht zwischen deiner Arbeit und deinen Hobbys entscheiden. Wie schaffst du es, beides zu verbinden?

C.: Eigentlich stelle ich mir diese Frage gar nicht. Ich tue, was ich brauche, ich höre auf mich selbst. Aber seien wir ehrlich, manche Tage sind einfacher als andere. Zeit und Energie sind nicht unendlich. Ich versuche, ein Gleichgewicht zwischen dem Leben in der Arbeit und dem Leben in meinem Atelier zu finden, und das geht auf Kosten ständiger Anpassungen.


Jedes Universum nährt das andere, sie sind nicht so gespalten, würde ich sogar sagen. Sie sind sehr komplementär. Aber 1000 Ideen pro Minute zu haben ist manchmal ermüdend. Mein Gehirn sprudelt. Es ist also der Sport, der es mir ermöglicht, das Gleichgewicht zu behalten und nicht zu implodieren.


S.: Was motiviert dich, weiterzumachen?

C.: Seit meine Kinder erwachsen sind, habe ich mir ein Atelier eingerichtet, das mir Kontinuität in meiner Arbeit ermöglicht: ich kann ein Werk auf Eis legen und später darauf zurückkommen. Meine Arbeit hat eine neue Dimension und eine gewisse Autonomie im täglichen Leben bekommen. Ich habe eine Dynamik gefunden. Das war vor zehn Jahren noch nicht der Fall. Ich fühle mich nun legitim, meine Werke zu zeigen, auszustellen und zu verkaufen.

S.: Was würdest du jemandem raten, der sich beruflich verändern und/oder einer Leidenschaft nachgehen möchte?

C.: Ich mag selbst keine Ratschläge, da ich nicht in der Lage bin, sie zu befolgen... Aber seit kurzem ist mir bewusst geworden, dass das Denken neue Realitäten schafft. Es genügt, den Wunsch nach einer Veränderung unseres Umfelds klar zu formulieren, um diesen Wunsch zu verwirklichen, auch wenn dies manchmal in einer anderen Form geschieht, als wir es uns vorgestellt hatten. Es liegt an jedem von uns, seine Wünsche zu formulieren und sie bewusst zu verwirklichen...


Mehr über Céline Instagram : @celine_bazarette und ihre Werke: @le_stock_de_bazarette